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Aktualisiert am 16. Juli 2026
Prozess & Ablauf
7 Min. Lesezeit

Unternehmensverkauf: Ablauf und die 7 Phasen

Ein Unternehmensverkauf läuft in 7 Phasen ab – von der Vorbereitung bis zum Closing. Der gesamte Ablauf Schritt für Schritt, inklusive realistischem Zeitplan.

Unternehmensverkauf: Ablauf und die 7 Phasen
Das Wichtigste in Kürze

Ein Unternehmensverkauf läuft in sieben Phasen ab — von der Vorbereitung über Käuferansprache, Angebote und Due Diligence bis zu Vertragsschluss und Übergabe. Von der Vorbereitung bis zur Unterschrift vergehen typischerweise 12 bis 18 Monate; wie reibungslos es läuft, hängt vor allem an der Qualität der Vorbereitung.

Die 7 Phasen des Unternehmensverkaufs im Überblick

Ein Unternehmensverkauf läuft in der Regel in sieben Phasen ab. Hier der gesamte Prozess Schritt für Schritt im Überblick, bevor wir jede Phase im Detail betrachten:
  1. Vorbereitung und Planung (3–6 Monate)
  2. Käuferansprache und -qualifizierung (2–4 Monate)
  3. Management-Präsentationen und erste Angebote (1–2 Monate)
  4. Letter of Intent und Due Diligence (2–3 Monate)
  5. Vertragsverhandlung (1–2 Monate)
  6. Signing und Closing (1–2 Monate)
  7. Übergabe und Transition (3–12 Monate)
Zur Einordnung: Dieser Artikel beschreibt den Verkaufsprozess selbst — vom Start der aktiven Vorbereitung bis zur Übergabe. Was Sie in den Jahren davor tun können, damit dieser Prozess gut ausgeht, behandeln Unternehmensverkauf vorbereiten (die Werthebel) und der 24-Monats-Plan (der konkrete Arbeitsplan).

Die Gesamtdauer: Realistische Erwartungen

Ein professionell begleiteter Unternehmensverkauf dauert typischerweise 12 bis 18 Monate vom Start der Vorbereitung bis zum finalen Vertragsschluss. In einfachen Fällen geht es schneller (6-9 Monate), bei komplexen Transaktionen kann es auch 24 Monate oder länger dauern.
Diese Zeitspanne überrascht viele Verkäufer. Doch sie ist notwendig: Ein überstürzter Verkauf führt fast immer zu schlechteren Konditionen. Käufer merken, wenn Sie unter Zeitdruck stehen – und nutzen das aus.

Phase 1: Vorbereitung und Planung (3-6 Monate)

Am Anfang steht die strategische Planung. Gemeinsam mit Ihrem Berater definieren Sie Ziele, führen eine erste Bewertung durch und identifizieren Optimierungspotenziale.
In dieser Phase werden auch alle Unterlagen zusammengetragen und geprüft. Fehlende Dokumente werden beschafft, Zahlen aufbereitet, rechtliche Fragen geklärt. Diese Vorarbeit ist essentiell – sie entscheidet über Erfolg oder Misserfolg.
Parallel wird das Verkaufsexposé erstellt. Dieses Dokument präsentiert Ihr Unternehmen in bestmöglichem Licht, ohne zu übertreiben. Ein professionelles Exposé kann 30 bis 50 Seiten umfassen.
Auch die Käuferstrategie wird entwickelt: Welche Typen von Käufern sind geeignet? Wie sprechen wir sie an? Welche Argumente sind für welche Gruppe relevant?

Phase 2: Käuferansprache und -qualifizierung (2-4 Monate)

Jetzt beginnt die aktive Vermarktung. Potenzielle Käufer werden identifiziert und diskret angesprochen. Ein anonymisiertes Kurzexposé weckt Interesse, ohne Ihr Unternehmen preiszugeben.
Interessenten unterzeichnen eine Vertraulichkeitsvereinbarung und erhalten das detaillierte Exposé. Erste Gespräche finden statt – meist noch ohne Ihre direkte Beteiligung. Ihr Berater filtert: Wer ist ernsthaft interessiert? Wer kann finanzieren? Wer passt strategisch?
Am Ende dieser Phase sollten Sie 3 bis 5 qualifizierte Interessenten haben, die ein ernsthaftes Kaufinteresse signalisieren. Wie Sie dann den richtigen Käufer auswählen, ist eine der wichtigsten Entscheidungen.

Phase 3: Management-Präsentationen und erste Angebote (1-2 Monate)

Nun treten Sie in Erscheinung. Die aussichtsreichsten Kandidaten besuchen Ihr Unternehmen, lernen Sie und Ihr Management-Team kennen, sehen die Räumlichkeiten, verstehen die Prozesse.
Diese Management-Präsentationen sind entscheidend. Hier entsteht – oder zerbricht – Vertrauen. Bereiten Sie sich sorgfältig vor: Was sind die häufigsten Fragen? Welche Stärken wollen Sie betonen? Welche kritischen Punkte proaktiv ansprechen?
Nach den Präsentationen geben Käufer indikative Angebote ab. Diese sind noch nicht bindend, geben aber einen Preisrahmen vor und zeigen, wer am meisten bietet.

Phase 4: Letter of Intent und Due Diligence (2-3 Monate)

Sie wählen den oder die attraktivsten Kandidaten aus. Mit dem Favoriten verhandeln Sie einen Letter of Intent (LOI) – eine unverbindliche Absichtserklärung, die die Eckpunkte festhält: Kaufpreis, Zahlungsmodalitäten, Zeitplan, Exklusivität.
Die Exklusivität bedeutet: Für einen festgelegten Zeitraum (meist 60-90 Tage) verhandeln Sie nur mit diesem Käufer. Im Gegenzug investiert er in die aufwendige Due Diligence.
Die Due Diligence ist die intensive Prüfungsphase. Wirtschaftsprüfer, Anwälte und andere Experten durchleuchten Ihr Unternehmen. Sie als Verkäufer stellen Unterlagen bereit, beantworten Fragen, klären Sachverhalte.
Diese Phase ist anstrengend und zeitintensiv. Doch sie ist unvermeidbar – jeder seriöse Käufer führt eine Due Diligence durch.

Phase 5: Vertragsverhandlung (1-2 Monate)

Parallel zur Due Diligence oder danach folgen die detaillierten Vertragsverhandlungen. Der Unternehmenskaufvertrag ist ein komplexes Dokument, oft 50 bis 100 Seiten stark.
Zentrale Verhandlungspunkte sind:
  • Finaler Kaufpreis (oft gibt es Anpassungen nach der Due Diligence)
  • Zahlungsmodalitäten (Bar, Earnout, Finanzierung)
  • Garantien und Gewährleistungen
  • Haftungsbeschränkungen
  • Wettbewerbsverbote
  • Ihre Rolle nach dem Verkauf
  • Regelungen für Mitarbeiter
Hier ist erfahrene anwaltliche Unterstützung unverzichtbar. Jede Klausel kann erhebliche finanzielle Folgen haben.

Phase 6: Signing und Closing (1-2 Monate)

Signing ist die Vertragsunterzeichnung. Damit verpflichten sich beide Seiten, die Transaktion durchzuführen – vorbehaltlich bestimmter Bedingungen (z.B. Finanzierungszusagen, behördliche Genehmigungen).
Zwischen Signing und Closing (dem eigentlichen Vollzug) liegen oft einige Wochen. In dieser Zeit werden Bedingungen erfüllt, Finanzierungen abgeschlossen, behördliche Genehmigungen eingeholt.
Beim Closing wird der Kaufpreis gezahlt und das Eigentum übertragen. Meist geschieht dies notariell. Jetzt ist Ihr Unternehmen verkauft.

Phase 7: Übergabe und Transition (3-12 Monate)

Oft bleiben Verkäufer noch eine Weile im Unternehmen, um den Übergang zu begleiten. Sie führen den Käufer ein, stellen Kunden und Lieferanten vor, erklären Prozesse.
Diese Transitionsphase ist vertraglich geregelt – Dauer, Ihre Rolle, Vergütung. Sie kann herausfordernd sein, ist aber oft im Interesse aller Beteiligten.

Was den Prozess beschleunigt oder verzögert

Beschleunigend wirken:
  • Exzellente Vorbereitung und vollständige Unterlagen
  • Eindeutige Eigentumsverhältnisse
  • Starke Nachfrage (Verkäufermarkt)
  • Flexible Verkäufer-Erwartungen
  • Erfahrene Berater auf beiden Seiten
Verzögernd wirken:
  • Fehlende oder chaotische Unterlagen
  • Komplizierte Gesellschafterstrukturen
  • Rechtliche oder steuerliche Probleme
  • Unrealistische Preisvorstellungen
  • Unerfahrene oder überlastete Beteiligte
  • Schwierige Finanzierung

Fazit: Geduld wird belohnt

Ein Unternehmensverkauf braucht Zeit. Doch diese Zeit ist eine Investition. Ein strukturierter, professionell begleiteter Prozess erzielt bessere Ergebnisse als ein überstürzter Verkauf.
Planen Sie realistisch, bleiben Sie geduldig, vertrauen Sie dem Prozess. Am Ende steht ein erfolgreicher Verkauf zu guten Konditionen – und Sie können das nächste Kapitel Ihres Lebens beginnen. Wie wir diesen Ablauf als Begleiter konkret gestalten, lesen Sie auf unserer Seite zum Unternehmensverkauf mit OCCUNova.

Kurz zusammengefasst

Die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick.

Wie läuft ein Unternehmensverkauf ab?

In der Regel in sieben Phasen. Zuerst werden Ziele definiert, eine erste Bewertung erstellt, die Unterlagen aufbereitet und das Verkaufsexposé geschrieben. Dann werden mögliche Käufer identifiziert und diskret angesprochen — zunächst über ein anonymisiertes Kurzexposé, das detaillierte Dokument folgt erst nach einer Vertraulichkeitsvereinbarung. Die aussichtsreichsten Kandidaten besuchen anschließend Ihr Unternehmen und geben indikative Angebote ab. Mit dem Favoriten verhandeln Sie einen Letter of Intent, danach folgt die Due Diligence, in der Wirtschaftsprüfer und Anwälte den Betrieb durchleuchten. Es schließen sich die Vertragsverhandlung, Signing und Closing an — und meist eine Übergabephase, in der Sie den Käufer einführen. Insgesamt dauert das typischerweise 12 bis 18 Monate.

Welche Phasen hat ein Unternehmensverkauf?

Der Unternehmensverkauf gliedert sich in sieben Phasen: 1. Vorbereitung und Planung (3–6 Monate), 2. Käuferansprache und -qualifizierung (2–4 Monate), 3. Management-Präsentationen und erste Angebote (1–2 Monate), 4. Letter of Intent und Due Diligence (2–3 Monate), 5. Vertragsverhandlung (1–2 Monate), 6. Signing und Closing (1–2 Monate) und 7. Übergabe und Transition (3–12 Monate). Die Phasen laufen nicht immer strikt nacheinander — die Vertragsverhandlung startet häufig schon parallel zur Due Diligence. Und die Angaben sind Erfahrungswerte, keine Garantie: Vollständige Unterlagen, klare Eigentumsverhältnisse und erfahrene Beteiligte beschleunigen den Ablauf, während chaotische Unterlagen, komplizierte Gesellschafterstrukturen oder unrealistische Preisvorstellungen ihn spürbar in die Länge ziehen.

Wie lange dauert ein Unternehmensverkauf?

Ein professionell begleiteter Unternehmensverkauf dauert typischerweise 12 bis 18 Monate vom Start der Vorbereitung bis zum finalen Vertragsschluss. In einfachen Fällen geht es schneller, etwa in 6 bis 9 Monaten; bei komplexen Transaktionen können es auch 24 Monate oder mehr werden. Diese Zeitspanne überrascht viele Verkäufer, sie hat aber einen guten Grund: Ein überstürzter Verkauf führt fast immer zu schlechteren Konditionen. Käufer merken sehr genau, wenn jemand unter Zeitdruck steht — und nutzen das in der Verhandlung. Dazu kommt nach dem Closing oft noch eine Übergabephase von 3 bis 12 Monaten, in der Sie den Käufer einführen. Wer diesen Horizont von Anfang an einplant, verhandelt am Ende gelassener.

Was ist der erste Schritt beim Unternehmensverkauf?

Die Vorbereitung und Planung. Gemeinsam mit Ihrem M&A-Berater definieren Sie zunächst Ihre Ziele, führen eine erste Bewertung durch und identifizieren Optimierungspotenziale. Parallel werden alle Unterlagen zusammengetragen und geprüft: Fehlende Dokumente werden beschafft, Zahlen aufbereitet, rechtliche Fragen geklärt. Aus diesem Material entsteht das Verkaufsexposé — ein Dokument, das Ihr Unternehmen in bestmöglichem Licht zeigt, ohne zu übertreiben, und durchaus 30 bis 50 Seiten umfassen kann. Ebenfalls in dieser Phase wird die Käuferstrategie entwickelt: Welche Käufertypen passen, wie spricht man sie an, welche Argumente zählen für welche Gruppe? Diese Phase dauert meist 3 bis 6 Monate — und sie entscheidet maßgeblich darüber, wie der Rest des Prozesses läuft.

Bereit für den nächsten Schritt?

Planen Sie Ihren Unternehmensverkauf mit realistischen Erwartungen. OCCUNova erstellt mit Ihnen einen individuellen Zeitplan und begleitet Sie durch jeden Schritt.

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