Unternehmensverkauf vorbereiten: Der 24-Monats-Plan
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14. Januar 2025
Verkaufsvorbereitung & Unternehmensoptimierung

Unternehmensverkauf vorbereiten: Der 24-Monats-Plan

Beginnen Sie mit einer ehrlichen Standortbestimmung. Wo steht Ihr Unternehmen wirklich?

Monate 24-18: Strategische Analyse und Zielsetzung

Beginnen Sie mit einer ehrlichen Standortbestimmung. Wo steht Ihr Unternehmen wirklich? Welche Stärken können Sie herausstellen, welche Schwächen müssen Sie adressieren? Definieren Sie klare Ziele: Wann möchten Sie verkaufen? Welchen Preis streben Sie an? Welche Käufereigenschaften sind Ihnen wichtig?
Lassen Sie eine erste Unternehmensbewertung durchführen. Sie gibt Ihnen einen Anhaltspunkt und zeigt, welche Hebel Sie für eine Wertsteigerung nutzen können. Viele Unternehmer sind überrascht – positiv oder negativ – vom Ergebnis.

Monate 18-12: Optimierung und Wertsteigerung

Jetzt geht es ans Eingemachte. Konzentrieren Sie sich auf Maßnahmen, die den Unternehmenswert steigern:
Reduzieren Sie Abhängigkeiten von Schlüsselkunden. Ein Kunde mit mehr als 20 Prozent Umsatzanteil ist ein Risikofaktor. Diversifizieren Sie Ihre Kundenbasis.
Stärken Sie Ihr Management-Team. Bauen Sie eine zweite Führungsebene auf, die das Unternehmen auch ohne Sie erfolgreich führen kann. Das erhöht den Wert erheblich.
Optimieren Sie Prozesse und Strukturen. Dokumentieren Sie wichtige Abläufe, standardisieren Sie Prozesse, schaffen Sie Transparenz. Ein gut organisiertes Unternehmen ist mehr wert.
Verbessern Sie Ihre Margen. Oft lassen sich durch Preisanpassungen, Kostensenkungen oder Produktmix-Optimierung die Margen steigern – was direkt den Unternehmenswert erhöht.

Monate 12-9: Dokumentation und Ordnung schaffen

Bereiten Sie alle verkaufsrelevanten Unterlagen vor. Dazu gehören:
  • Bereinigte Jahresabschlüsse der letzten drei Jahre
  • Betriebswirtschaftliche Auswertungen
  • Kundenlisten und Auftragsbestände
  • Verträge mit Lieferanten und Kunden
  • Mitarbeiterlisten und Arbeitsverträge
  • Immobilien- und Leasingverträge
  • Versicherungsübersichten
Erstellen Sie eine detaillierte Dokumentation aller wichtigen Geschäftsprozesse. Das erleichtert die Due Diligence und zeigt Professionalität.
Klären Sie rechtliche Fragen: Gibt es ausstehende Rechtsstreitigkeiten? Sind alle Genehmigungen aktuell? Gibt es gesellschaftsrechtliche Besonderheiten?

Monate 9-6: Positionierung und Käuferansprache vorbereiten

Entwickeln Sie gemeinsam mit Ihrem Berater ein anonymisiertes Kurzexposé und ein detailliertes Unternehmensexposé. Diese Dokumente müssen Ihr Unternehmen im besten Licht präsentieren, ohne zu übertreiben.
Identifizieren Sie potenzielle Käufergruppen: Wettbewerber, strategische Investoren, Finanzinvestoren, Management-Buy-In-Kandidaten? Jede Gruppe hat unterschiedliche Interessen und Bewertungsansätze.
Bereiten Sie sich mental auf den Verkaufsprozess vor. Er wird anstrengend, emotional und zeitintensiv. Klären Sie mit Familie und engen Vertrauten, dass Sie in den kommenden Monaten stark eingespannt sein werden.

Monate 6-3: Aktive Vermarktung

Jetzt beginnt die Käufersuche. Ihr Berater spricht potenzielle Interessenten an, führt erste Gespräche und selektiert ernsthafte Kandidaten. Sie bleiben zunächst im Hintergrund.
Qualifizierte Interessenten erhalten nach Unterzeichnung einer Vertraulichkeitsvereinbarung das detaillierte Exposé. Erste Bewertungen und Angebote gehen ein.

Monate 3-0: Verhandlung und Abschluss

Führen Sie Management-Präsentationen mit aussichtsreichen Kandidaten durch. Verhandeln Sie über Preis und Konditionen. Der Letter of Intent wird unterzeichnet.
Die Due Diligence beginnt – Käufer prüfen alle Unterlagen im Detail. Hier zahlt sich Ihre gute Vorbereitung aus.
Nach erfolgreicher Prüfung folgen finale Verhandlungen und die Vertragsgestaltung. Mit der notariellen Beurkundung ist der Verkauf besiegelt.

Der Erfolg liegt in der Disziplin

Dieser 24-Monats-Plan mag ambitioniert erscheinen, aber er funktioniert. Unternehmen, die strukturiert vorbereitet wurden, erzielen durchschnittlich 20 bis 30 Prozent höhere Verkaufspreise als unvorbereitete Firmen. Vermeiden Sie dabei unbedingt die 10 teuersten Fehler beim Unternehmensverkauf.

Bereit für den nächsten Schritt?

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