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4. Juli 2026
Unternehmensbewertung
11 Min. Lesezeit

Unternehmensbewertung selbst machen: Unternehmenswert berechnen in 4 Schritten

Sie wollen Ihren Unternehmenswert selbst einschätzen? Mit der Praktikermethode – bereinigter Gewinn mal Branchen-Multiple – kommen Sie in vier Schritten zu einer belastbaren ersten Indikation.

Unternehmensbewertung selbst machen: Unternehmenswert berechnen in 4 Schritten
Das Wichtigste in Kürze

Eine erste Unternehmensbewertung können Sie selbst rechnen: bereinigtes EBITDA mal branchenüblicher Faktor. Der wichtigste Schritt ist die Bereinigung des Gewinns — etwa um ein marktübliches Unternehmergehalt und einmalige Effekte. Das Ergebnis ist eine Orientierung, kein Verkaufspreis: Der entsteht erst am Markt.

Sie wollen wissen, was Ihr Unternehmen ungefähr wert ist – ohne gleich einen Gutachter zu beauftragen? Das geht. Mit der richtigen Methode können Sie Ihren Unternehmenswert selbst grob berechnen.
Wichtig vorweg: Eine Selbstbewertung liefert eine erste Orientierung, keinen testierten Verkaufspreis. Aber sie ist ein guter Ausgangspunkt – um realistisch zu planen, Werthebel zu erkennen und nicht mit falschen Erwartungen in Gespräche zu gehen.
In diesem Guide zeigen wir Ihnen die Praktikermethode, mit der auch Profis im Mittelstand arbeiten: bereinigter Gewinn mal Branchen-Multiple. In vier Schritten. Wenn Sie es lieber automatisch möchten, führt Sie unser Unternehmenswertrechner in wenigen Minuten durch dieselbe Logik.

Die Methode in einem Satz

Der Kern jeder Mittelstandsbewertung ist einfach: Unternehmenswert = nachhaltiger Gewinn × Branchen-Multiple.
Als Gewinn wird dabei meist das bereinigte EBITDA verwendet. EBITDA ist der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Sie leiten es einfach aus Ihrer Gewinn-und-Verlust-Rechnung ab: Nehmen Sie den Jahresüberschuss und addieren Sie Steuern, Zinsaufwand und Abschreibungen wieder hinzu. So sehen Sie die reine operative Ertragskraft – unabhängig von Finanzierung, Steuerlage und Investitionszyklen. Genau deshalb nutzen Käufer das EBITDA gern als Vergleichsgröße. Manche rechnen stattdessen mit dem EBIT – dem Gewinn vor Zinsen und Steuern (also dem EBITDA nach Abzug der Abschreibungen) – und entsprechend anderen Multiples; das Prinzip bleibt dasselbe.
Der Multiple ist ein Faktor, der sich aus vergleichbaren Verkäufen Ihrer Branche ableitet. Klingt simpel – die Kunst steckt in den Details der einzelnen Schritte. Genau die gehen wir jetzt durch.

Schritt 1: Den Gewinn bereinigen (der wichtigste Schritt)

Der häufigste Fehler bei der Selbstbewertung ist, einfach den Gewinn aus der letzten Bilanz zu nehmen. Denn dieser Gewinn ist bei inhabergeführten Unternehmen fast nie der Gewinn, den ein Käufer tatsächlich erwarten kann.
Sie müssen den Gewinn deshalb bereinigen. Die Leitfrage bei jeder Korrektur lautet: Welchen Gewinn kann ein Käufer nachhaltig erwarten, wenn er den Betrieb unter marktüblichen Bedingungen weiterführt? Alles, was mit Ihnen persönlich, mit verbundenen Personen oder mit Einmaligem zu tun hat, wird herausgerechnet.
Die typischen Korrekturen im Überblick:
  • Ihr eigener Unternehmerlohn: Zahlen Sie sich zu wenig (oder gar nichts), muss ein marktübliches Geschäftsführergehalt abgezogen werden. Zahlen Sie sich sehr viel, wird der Überschuss zurückgerechnet.
  • Familienangehörige im Betrieb – in beide Richtungen: Wer mehr verdient als für die Tätigkeit üblich (oder kaum mitarbeitet), dessen überhöhter Gehaltsanteil wird hinzugerechnet. Wer umgekehrt unentgeltlich oder unter Marktniveau echte Arbeit leistet, die ein Käufer künftig vergüten müsste, wird mit einem marktüblichen Gehalt abgezogen.
  • Fehlende Funktionen: Rollen, die Sie heute selbst nebenbei übernehmen (Vertrieb, Meister, Einkauf, Buchhaltung), für die ein Käufer aber jemanden einstellen müsste – die Kosten dafür werden abgezogen.
  • Miete oder Pacht an Sie selbst: Gehört die Betriebsimmobilie Ihnen privat, muss die Miete auf ein marktübliches Niveau korrigiert werden – zu hohe Miete nach unten, zu niedrige oder kostenlose Nutzung nach oben.
  • Weitere Geschäfte mit verbundenen Personen oder Firmen zu nicht marktüblichen Konditionen (Einkauf, Lizenzen, Darlehen, Verrechnungspreise).
  • Private Kosten über die Firma: Fahrzeuge, Reisen, Bewirtung, private Versicherungen, Telefon.
  • Einmal- und Sondereffekte: außergewöhnliche, nicht wiederkehrende Erträge oder Kosten – etwa ein Rechtsstreit, eine Restrukturierung, ein Umzug, Förder- oder Krisenhilfen oder Gewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen.
  • Ungewöhnliche bilanzpolitische Effekte: die Bildung oder Auflösung außergewöhnlicher Rückstellungen, aktivierte Eigenleistungen und Ähnliches.
  • Nicht betriebsnotwendige Posten: Vermögen und Kosten ohne Bezug zum Kerngeschäft (z. B. eine private Immobilie, ein Oldtimer, überschüssige Liquidität).
Das Ergebnis ist das bereinigte, nachhaltige EBITDA – also die operative Ertragskraft, die das Unternehmen unabhängig von Ihrer Person Jahr für Jahr erwirtschaftet. Behalten Sie dabei mindestens die letzten drei Jahre im Blick, nicht nur ein Ausnahmejahr – denn genau diese Jahre nimmt später auch der Käufer in der Due Diligence noch einmal genau unter die Lupe.

Schritt 2: Den passenden Branchen-Multiple wählen

Jetzt brauchen Sie den Faktor. Multiples unterscheiden sich stark nach Branche, Größe und Risiko. Im Mittelstand liegen die EBITDA-Multiples grob zwischen 3 und 8 (mit dem EBIT als Basis fallen die Faktoren entsprechend anders aus).
Die folgende Übersicht zeigt die aktuellen EBITDA-Multiples je Branche nach den DUB-KMU-Multiples – für zwei Größenklassen: Micro-Cap (Jahresumsatz unter 5 Mio. €) und die nächsthöhere Stufe Small-Cap (5–50 Mio. €):

Tabelle seitlich wischbar →

BrancheMicro-Cap (< 5 Mio. €)Small-Cap (5–50 Mio. €)
Maschinen- und Anlagenbau3,5–4,54,6–6,0
Fahrzeugbau & Automotive2,8–4,53,8–5,1
Elektrotechnik & Elektronik4,2–6,25,5–8,0
Metallverarbeitung & Fertigungstechnik3,4–4,23,9–5,4
Chemie, Kunststoffe & Verpackung3,6–4,65,2–6,4
Medizintechnik & Life Sciences6,1–8,06,8–9,0
Software & Digitale Plattformen6,3–8,07,8–9,5
IT-Services & Systemhäuser5,7–6,86,8–8,5
Medien, Marketing & Agenturen3,1–5,04,9–6,6
Telekommunikation & Infrastruktur4,8–6,75,9–7,9
Gesundheitswesen: Pflege & Dienstleister4,0–6,05,5–7,2
Unternehmensnahe Dienstleistungen (B2B)3,5–5,55,0–7,0
Bauhaupt- & Baunebengewerbe (Handwerk)3,8–5,04,4–5,8
Immobilien-Dienstleistungen & Facility Management4,1–5,05,2–6,7
Finanzdienstleistungen & Versicherungsmakler5,0–6,56,0–7,7
Nahrungs- & Genussmittel4,4–5,85,5–7,0
Konsumgüter (Non-Food)2,4–4,03,5–5,5
Handel: E-Commerce & Versand4,3–6,95,4–7,3
Handel: Groß- & Einzelhandel (stationär)3,4–5,04,4–5,6
Transport, Logistik & Spedition3,7–5,24,5–5,6
Quelle: Deutsche Unternehmerbörse GmbH (2026): DUB KMU Multiples, Stand Q2/2026; EBITDA-Multiples nach Größenklasse (Micro-Cap: Jahresumsatz unter 5 Mio. €; Small-Cap: 5–50 Mio. €).
Die Tabelle zeigt schon ein Muster: Größere Unternehmen (Small-Cap) erzielen durchweg höhere Multiples als sehr kleine – Größe ist selbst ein Werthebel. Diese Multiples sind ein guter Basiswert, aber keine feste Größe: Sie verschieben sich über die Zeit mit dem Markt. Sie sind der Ausgangspunkt – im nächsten Schritt passen Sie den Multiple an Ihre individuellen Werthebel an. Unser Unternehmenswertrechner nutzt solche Basiswerte automatisch als Startpunkt.

Schritt 3: Den Multiple an Ihre Werthebel anpassen

Der Branchen-Multiple ist nur der Startwert. Ob Ihr Unternehmen am unteren oder oberen Ende liegt – oder darüber –, hängt von Ihren individuellen Werthebeln ab. Genau hier entscheidet sich der Wert.
Nach oben wirkt zum Beispiel:
  • geringe Abhängigkeit vom Inhaber – der Betrieb läuft auch ohne Sie
  • eine zweite Führungsebene, die Verantwortung trägt
  • eine stabile Mitarbeiterstruktur: qualifiziertes Team, geringe Fluktuation, und Schlüsselkräfte, die auch nach der Übergabe an Bord bleiben
  • klar dokumentierte, standardisierte Prozesse, statt Wissen nur in einzelnen Köpfen
  • ein guter Digitalisierungsgrad und saubere, nachvollziehbare Zahlen
  • stabile, wiederkehrende Umsätze und ein voller Auftragsbestand
  • eine breite Kundenbasis ohne Klumpenrisiko
  • Wachstum und eine klare Marktposition oder Alleinstellung
Nach unten wirkt das Gegenteil: Alles hängt am Inhaber, das Wissen steckt in wenigen Köpfen, hohe Fluktuation, ungeordnete Prozesse, wenige Großkunden, schwankende Projektumsätze, Investitionsstau und unklare Zahlen. Ein starker Betrieb kann so leicht einen Punkt über dem Branchenschnitt liegen, ein riskanter einen Punkt darunter. Welche Hebel am stärksten wirken und wie Sie sie gezielt verbessern, zeigen wir in Unternehmenswert steigern: 12 Hebel.

Schritt 4: Rechnen – ein Beispiel

Machen wir es konkret an einer kleinen Fallstudie. Nehmen wir die – fiktive – Handwerker GmbH, einen Handwerksbetrieb mit rund 8 Mio. € Umsatz. Wir starten ganz normal beim Gewinn aus der Bilanz und arbeiten uns Schritt für Schritt bis zum bereinigten EBITDA vor. Hier die vereinfachte Gewinn-und-Verlust-Rechnung des letzten Jahres:

Tabelle seitlich wischbar →

PositionBetrag
Umsatzerlöse8.000.000 €
− Materialaufwand−3.200.000 €
− Personalaufwand−3.680.000 €
− Sonstige betriebliche Kosten−550.000 €
− Abschreibungen−300.000 €
= Betriebsergebnis (EBIT)270.000 €
− Zinsaufwand−30.000 €
= Ergebnis vor Steuern (EBT)240.000 €
− Steuern−70.000 €
= Jahresüberschuss170.000 €
Vom Gewinn zum EBITDA: Der Jahresüberschuss von 170.000 € ist stark von Steuern, Finanzierung und Abschreibungen geprägt – alles Dinge, die für einen Käufer anders aussehen. Für die Bewertung rechnen wir diese Posten wieder heraus und arbeiten uns nach oben zum EBITDA:

Tabelle seitlich wischbar →

Rechenweg zum EBITDABetrag
Jahresüberschuss170.000 €
+ Steuern+70.000 €
+ Zinsaufwand+30.000 €
+ Abschreibungen+300.000 €
= EBITDA570.000 €
Vom EBITDA zum bereinigten EBITDA (Adjusted EBITDA): Jetzt bereinigen wir alles, was am Inhaber, an verbundenen Personen oder an Einmaligem hängt. Bei der Handwerker GmbH sind das: Der Inhaber zahlt sich ein Geschäftsführergehalt von 200.000 €, marktüblich wären aber nur rund 120.000 € – die überhöhten 80.000 € rechnen wir hinzu. Dazu ein um 30.000 € überhöhtes Gehalt der im Betrieb angestellten Tochter, rund 40.000 € für zwei privat genutzte Firmenwagen der Inhaberfamilie (darunter der reine Familien-Zweitwagen) und ein einmaliger Rechtsstreit von 60.000 €. In die andere Richtung geht ein einmaliger Sonderumsatz von 30.000 € aus einem nicht wiederkehrenden Großauftrag – den ziehen wir ab, weil er sich so nicht jedes Jahr wiederholt.

Tabelle seitlich wischbar →

Bereinigung zum Adjusted EBITDABetrag
EBITDA570.000 €
+ überhöhtes Geschäftsführergehalt (200.000 € statt 120.000 €)+80.000 €
+ überhöhtes Gehalt der Familienangehörigen+30.000 €
+ privat genutzte Firmenwagen der Inhaberfamilie (inkl. Zweitwagen)+40.000 €
+ einmaliger Rechtsstreit (Sonderaufwand)+60.000 €
− einmaliger Sonderumsatz (nicht wiederkehrender Großauftrag)−30.000 €
= bereinigtes EBITDA (Adjusted EBITDA)750.000 €
Schritt 3 – den Multiple an die Werthebel anpassen: Mit rund 8 Mio. € Umsatz fällt die Handwerker GmbH in die Größenklasse Small-Cap; für das Bauhaupt- und Baunebengewerbe nennt DUB dort aktuell rund 4,4 bis 5,8. Wo genau die Handwerker GmbH landet, entscheiden ihre Werthebel: Läuft der Betrieb weitgehend ohne den Inhaber, mit vollem Auftragsbestand, stabilem Team und dokumentierten Prozessen, liegt sie eher am oberen Ende. Hängt dagegen alles am Inhaber persönlich, eher am unteren Ende.
Schritt 4 – rechnen, bewusst als Spanne: Statt sich auf einen einzelnen Wert festzulegen, rechnen wir eine Range: 750.000 € × 4,4 = 3,3 Mio. € am unteren, 750.000 € × 5,8 = rund 4,35 Mio. € am oberen Ende. Ein solide aufgestellter, wenig inhaberabhängiger Betrieb landet realistisch in der Mitte – bei rund 3,8 Mio. € indikativem Unternehmenswert.
Und das ist kein Rechen-Trick, sondern ehrlicher: Es gibt nicht DEN einen Unternehmenswert. Der berechnete Wert ist eine Indikation in Form einer Spanne – und auch die Angebote verschiedener Käufer werden variieren, je nachdem, wie strategisch ein Betrieb für sie ist. Mit einer Range zu planen ist realistischer und verhandlungssicherer als mit einer einzelnen Zahl.

Die Faustformel nach Umsatz – und warum sie ungenau ist

Oft hört man eine noch einfachere Faustformel: Unternehmenswert = Jahresumsatz × Umsatz-Faktor (je nach Branche grob 0,5 bis 1,2). Bei 1 Mio. € Umsatz und Faktor 0,7 wären das 700.000 €.
Diese Umsatzmethode ist als schnelle Hausnummer verbreitet, aber ungenau – weil sie die Profitabilität ignoriert. Zwei Betriebe mit gleichem Umsatz können völlig unterschiedlich viel wert sein, wenn der eine gute Margen hat und der andere kaum Gewinn. Für eine ernsthafte Einschätzung ist die EBITDA-Methode aus den Schritten 1 bis 4 deutlich verlässlicher.

5 häufige Fehler bei der Selbstbewertung

Diese Fehler sehen wir immer wieder – und sie führen zu völlig falschen Erwartungen:
  1. Den Gewinn nicht bereinigen (Unternehmerlohn und Privatkosten nicht berücksichtigen).
  2. Nur auf den Umsatz schauen statt auf den nachhaltigen Gewinn.
  3. Einen emotionalen Aufschlag für das Lebenswerk einrechnen – Käufer zahlen dafür nicht.
  4. Die Inhaberabhängigkeit ignorieren, obwohl sie den Wert stark drückt.
  5. Wert und Preis verwechseln (dazu gleich mehr).

Wert ist nicht gleich Preis – und wo die Selbstbewertung endet

Der berechnete Wert ist eine theoretische Größe. Der tatsächliche Verkaufspreis entsteht erst in der Verhandlung und hängt davon ab, was ein konkreter Käufer zu zahlen bereit ist – er kann darüber oder darunter liegen.
Und hier liegt die Grenze der Selbstbewertung: Sie liefert eine gute erste Indikation und zeigt Ihre Werthebel. Für einen echten Verkaufsprozess braucht es eine genaue Analyse Ihrer Zahlen, der Marktlage und der Käuferlandschaft. Die Selbstbewertung ist der erste Schritt, nicht der letzte. Die konzeptionellen Grundlagen dazu vertiefen wir in Unternehmensbewertung verstehen.

Fazit

Ihren Unternehmenswert selbst zu berechnen ist einfacher, als viele denken: bereinigter Gewinn mal Branchen-Multiple, angepasst an Ihre Werthebel. Wichtig ist vor allem, den Gewinn ehrlich zu bereinigen und die Inhaberabhängigkeit nicht zu unterschätzen.
Wenn Sie es schnell und geführt möchten, rechnet unser kostenloser Unternehmenswertrechner genau nach dieser Logik – und zeigt Ihnen zusätzlich die wichtigsten Hebel. Und wenn Sie den Wert nicht nur kennen, sondern gezielt steigern wollen: Genau dabei setzt unser Programm Unternehmenswert steigern an.

Kurz zusammengefasst

Die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick.

Wie berechne ich meinen Unternehmenswert selbst?

Mit der Praktikermethode: bereinigtes EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) mal Branchen-Multiple. Zuerst den Gewinn bereinigen (marktübliches Unternehmergehalt, Gehälter für nicht mitarbeitende Familienangehörige, Privatkosten und Einmaleffekte herausrechnen), dann mit dem branchenüblichen Faktor (im Mittelstand grob 4 bis 8) multiplizieren und diesen an Ihre Werthebel wie Inhaberabhängigkeit und Kundenstruktur anpassen.

Gibt es eine Faustformel für den Unternehmenswert?

Als Faustformel gilt: nachhaltiges EBITDA × Branchen-Multiple. Verbreitet ist auch die Umsatzmethode (Umsatz × Faktor von grob 0,5 bis 1,2), die aber ungenau ist, weil sie die Profitabilität ignoriert. Zwei Unternehmen mit gleichem Umsatz können sehr unterschiedlich viel wert sein – die EBITDA-Methode ist deutlich verlässlicher.

Wie berechnet man den Unternehmenswert nach Umsatz?

Grob über Umsatz × branchenüblichen Umsatz-Faktor (meist zwischen 0,5 und 1,2). Das liefert nur eine schnelle Hausnummer und blendet die Ertragskraft aus. Für inhabergeführte Unternehmen ist die Berechnung über den bereinigten Gewinn (EBITDA × Multiple) aussagekräftiger.

Bereit für den nächsten Schritt?

Sie möchten Ihren Unternehmenswert nicht nur selbst schätzen, sondern eine fundierte Einschätzung? Nutzen Sie unseren kostenlosen Rechner oder sprechen Sie mit uns – wir ordnen Ihre Zahlen ehrlich ein.